Weihnachtsgedanken

Zwischen Weihnachtmärkten und Neujahrsempfängen bleibt kaum noch Zeit zur Besinnung auf  Weihnachten. Dabei wäre die aus der Zeit der Römer stammende biblische Weihnachtsbotschaft so aktuell wie damals. Die Römer hatten über ihre Verhältnisse gelebt und mussten zum Über-leben immer neues Land erobern. Dazu brauchten sie neue Steuern, womit ja die biblische Weihnachtsgeschichte beginnt. In dieser Sehnsucht haben die Herrschenden aber die Geburt des Neuen, des Christuskinds, gar nicht wahrgenommen. Erst als die Hirten vom Feld und die Weisen aus dem Morgenland das Kind begrüßt hatten, erkannten die Herrschenden was geschehen ist und fürchteten Konkurrenz. Ist es heute anders?

Kulturwandel statt Strukturwandel                                                                              ist unser Motto, weil wir erkannt haben, dass der Strukturwandel nicht nur das zerstört, nach dem sich die Gesellschaft sehnt, sondern auch Klima, Umwelt, das Zusammenleben und uns selbst überfordert. Aus dieser Einsicht versuchen wir Denkanstöße für eine Kultur des guten Lebens für alle auf unserer einen Welt zu geben. Dass wir damit nicht allein sind, zeigen unsere Gesprächs-partner, für deren Unterstützung wir ganz herzlich danken.  

Rückblick auf unsere Denkanstöße:                                                                       Beim Aschermittwochsgespräch hat uns Niko Paech die Postwachstumsökonomie erklärt. Wenn auch seine Thesen für die Herrschenden noch schwer vorstellbar sind, steht dahinter eine bunte weltweite Bewegung aus der Einsicht, dass endloses Wachstum auf unserer begrenzten Welt nicht möglich ist. Wie dieser Wandel von der globalen Versorgungkultur auf unseren Höfen anfangen kann, haben uns der Neubauer Markus Bogner beim Erntedankgespräch und die Bergbäuerin Gertraud Gafus sowie Onno Poppinga schon im letzten Winter gezeigt. Und bei unserer Infotour zur Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall haben wir erlebt, wie eine regionale Versorgungskultur entsteht. Dass der Anfang dieses Wandels in der Sprache liegt, hat uns der Bauernforscher Jakob Weiss am Int. Tag der Berge klar gemacht. Mehr über diese Denkanstöße in den nachfolgenden Beiträgen.

Ergänzende Gedanken zur Tretmühle des Wachstums im diesem Kommentar: Tretmühle_Kultur+Politik_4.2017

Vorschau auf unsere Denkanstöße 2018:

Richtig Rechnen am 19. Januar 2018 um 19:30 Uhr im Löwen in Furtwangen-Rohrbach  mit Christian Hiß, Gründer der Regionalwert-AG aus Eichstetten.

Vom Anfang und Ende des Kapitalismus – und was die Bauern damit zu tun haben? Aschermittwochsgespräch am 14. Februar 2018 um 20 Uhr im Brigachhaus     mit der Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann, taz Berlin

Unser Lesetipp zu Weihnachten: SPECK:TAKEL Ein Kult- und Kochbuch um den Schwarzwälder Speck von Uwe Baumann und Sibyll Mayer. ISBN: 978-3-7245-2154-9. Dieses Buch thematisiert geschickt, wie regionale Erzeugung und regionale Esskultur auseinanderdriften.

 

Glücklicher ohne Wachstum

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Zum Frühlingsanfang veröffentlicht die UNO seit 6 Jahren den Weltglücksreport. Bei allen Zweifeln, ob man Glücksgefühle messen kann, ist bemerkenswert, dass die Initiatoren damit bewusst machen wollen, dass zum Glück neben Geld ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen, gemeinsamen Zielen, Großzügigkeit und … Weiterlesen

Weiter so ist keine Option

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weder für die Welternährung, wie die Weckrufe des Weltagrarberichts (2008) und der UN-Welthandels- und Entwicklungskonferenz UNCTAD (2013) aufzeigen. Mehr unter: www.weltagrarbericht.de noch für die Schwarzwaldbauern, wie folgende Darstellung über die Entwicklung und den Trend der Landnutzung und der Zahl der Höfe einer … Weiterlesen

Ist freier Milchmarkt nachhaltig?

Die Einen freuen sich über das Ende der Milchquote, Andere befürchten verstärkte Preisschwankungen. Bei genauer Betrachtung kommt man an der Einsicht nicht vorbei, dass der freie Milch(welt)markt den Trend der Abkehr von einer naturgemäßen Milcherzeugung auf dem Grünland, wie im Schwarzwald, forcieren wird. Ist es aber nicht paradox, dass damit sich in Ackerbaulagen der Wettbewerb um Land von Teller, Tank und Trog verschärft und die natürliche Futtergrundlage der Milcherzeugung, die Wiesen und Weiden in den Bergen und Talauen, zum Pflegefall werden. Sollten wir nicht besser anfangen, über wirklich nachhaltige Milcherzeugung nachzudenken? Mehr: Aktuelles_Ostern_15