Weihnachtsgedanken

Der Weihnachtszauber leuchtet wieder überall und jedes Jahr mit noch mehr Lichtern. Symbole unseres Energiehungers, der uns in die Heißzeit geführt hat, die über 200 Staaten in dieser Vorweihnachtszeit in Kattowice regeln wollten. Diese Klimadebatte haben Medien wieder mit der Kuh als Klimakiller zu erklären versucht, obwohl in den länger werdenden Trockenperioden der Heißzeit, wie wir sie dieses Jahr erleben mussten, das Futter für Kühe knapp wird. Dennoch werden am Heiligen Abend alle Kanäle wieder die Weihnachtsgeschichte mit dem Jesuskind in der Krippe von Ochs und Esel verkünden, Bilder die heute Jugend- und Tierschutz alarmieren. Das sind nur Beispiele, wie der  vermeintlich rationale Zeitgeist Ursache und Wirkung verwirrt. Wir wünschen deshalb in den kommenden Weihnachtstagen Zeit zur Besinnung.

Land-wirtschaft

ist auch so ein doppeldeutiges Wort. Das Bauern in die Knautschzone zwischen Land als Ökologie und Wirtschaft als Ökonomie gebracht hat. Weil der Zeitgeist Landwirtschaft zum Wirtschaftszweig reduziert und neuerdings zu smart farming. Dabei wurde und wird übersehen, dass Land mit Boden, Pflanzen und Tieren Naturgesetzen unterliegt, während Wirtschaft von menschlichen Erwartungen gesteuert wird. So sind Berge wie der Schwarzwald zur Kulisse und ihre Bäuerinnen und Bauern zu  Laiendarstellern geworden. Um dieses Verwirrspiel von Landlust und Landfrust aufzulösen, müssen wir „Richtig Rechnen“ lernen, wie es Christian Hiß* uns im Januar vorgestellt hat.

Wir brauchen eine neue Aufklärung,

fordert Professor E.U. von Weizsäcker in seinem neuen Bericht an den Club of Rom mit dem Titel  „Wir sind dran“. Er bestätigt unsere Versuche über Land und Wirtschaft aufzuklären. Wir machen das nicht nur, weil Schwarzwaldbauern im herrschenden Wirtschaftssystem immer weniger mithalten können, sondern weil das Kapitalismus genannte Wirtschaftssystem selbst an die Wand fährt, wie es uns auch die Wirtschaftsjournalistin Ulrike Hermann beim Erntedankgespräch erklärt hat. Weil es endloses Wachstum braucht, was auf einer Welt nicht möglich ist. Deshalb reicht es nicht, an der Landwirtschaft rum zu kurieren und zu wenden, wir alle müssen unseren Lebensstil in Balance mit unserer einen Erde bringen. Aber wie schon immer, gibt es für neue Herausforderungen keinen Plan und keine Rezepte, wohl aber Ideen zur Gestaltung. Dafür sind wir unseren Gesprächspartnern sehr dankbar.

Lesen Sie deshalb die folgenden Beiträge über unsere Arbeit im ablaufenden Jahr. Um viel rationaler zu werden, und unsere Beweggründe für die Rationalität unseres Handelns  auf die menschlichen Erwartungen gründen und nicht auf die Rentabilität, wie es der erste EWG-Agrarkommissar Sicco Mansholt schon 1974 forderte: