Schwarzwaldweiden zwischen Klimawandel und Marketing

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Bilder von weidenden Kühen schmücken immer mehr Milch- und andere Packungen. Weidemilch ist eine neue Überlebensstrategie im vollen Markt von immer mehr Molkereien und auch der Agrarpolitik. Trotzdem geben Höfe mit klassischer Weidehaltung auf, warum? Was oberflächlich ökologisch aussieht, entpuppt … Weiterlesen

Eine neue Grünlandkultur

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Unter Grünland verstehen die Einen eine offene grüne Landschaft, Andere erwarten das ganze Jahr blühende Wiesen mit weidenden Tieren, Dritte sehen den Lebensraum gefährdeter Arten und Landwirte eine Futterfläche. Diesen widersprüchlichen Vorstellungen galt unser Weidegespräch am 24. Mai 2016 auf … Weiterlesen

Den Weiden wieder Sinn geben

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Man darf gespannt sein, ob die vielerorts langanhaltende Trockenheit 2015 den Blick weitet für die Zusammenhänge von Landbau und Klimawandel. Die kritische Tierärztin Anita Idel hat bei einem mit dem Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar organisierten Vortrag und einer Weidebegehung dazu das Hintergundwissen geboten. Ihre These, … Weiterlesen

Die Wurzeln entscheiden

ob die Weide dicht und trittfest ist und gut nachwächst. Ebenso aber auch über die Bodenständigkeit der Landwirtschaft. Der Wiesen- und Alpweideexperte Dr. Walter Dietl betonte beim Weidegespräch am 6. Juni in Langenbach nicht nur auf die sichtbaren, oberirdischen Pflanzenteile zu schauen, sondern auch die Wurzeln zu beachten. Denn dort liegt der große Unterschied zwischen horstbildenden Pflanzen (z.B. Knaulgras und Glatthafer ), die Lücken lassen und auf Versamung angewiesen sind und den Pflanzen mit Kriechtrieben (wie Wiesenrispe, Rotschwingel oder Wiesenfuchsschwanz sowie auf der Weide auch das Deutsche Weidelgras), die mit ihren unterirdischen Kriech-trieben die Weide dicht halten und ohne Versamung ausdauernd sind.

Die Wurzeln bilden nicht nur die Brücke zur Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen, sondern sie tragen in Verbindung mit der Fotosynthese der Pflanzen zur Humusbildung bei, der als CO2-Senke gegen den Klimawandel wirkt.

Außerdem nutzen Knöllchenbakterien an den Wurzeln der Kleearten den Stickstoff aus der Luft zur Düngung der Weide. Und die meist kräftigen Wurzeln der Kräuter erschließen weitere Mineral- und Wirkstoffe und machen damit das Futter wertvoller.

Hier die Thesen von Dr. Dietl: Dietl_Thesen_Wiesenbau_6.14

Wir sehen die Schwarzwälder Einzelhöfe als ideale Weidehöfe, die für die Zukunft einer energiesparenden und klimaneutralen Landwirtschaft Modell sein könnten.

Langsamer – bunter – schöner

ist die Natur, die jetzt wieder blüht und wächst. Auch in fast jedem politischen Satz ist von Wachstum die Rede. Der Unterschied zwischen natürlichem Wachstum und dem von der Politik gemeinten Wirtschaftswachstum wird gern übersehen. Wirtschaftliches Wachstum ist in der Regel Umwandlung von Rohstoffen, die nicht nachwachsen nach dem Motto: größer – schneller – weiter. In der Natur wiederholt sich echtes Wachstum im Rhythmus der Jahreszeiten.

Die Landwirtschaft befindet sich im Spannungsfeld zwischen natürlichen Rhytmen und politischem Wachstumsdenken. Die naturgemäße Weidehaltung von Kühen ist deshalb im Schwinden. Es gibt aber auch Anzeichen aus der Gesellschaft zur Annäherung an die Natur. Ein neuer Trend zur Weide zeichnet sich ab, weil weidende Tiere auf Packungen niemand zufrieden stellen. Wir nehmen diesen Trend auf und laden herzlich ein zum

Weidegespräch am Freitag 6. Juni 2014 um 13:30 Uhr                                               auf dem Buckenbühlhof der Familie Schätzle in Vöhrenbach-Langenbach, Rappeneckweg 6.

Der alte Weidexperte Dr. Walter Dietl aus der Schweiz wird Rede und Antwort stehen zur Frage: Warum wächst auf unseren Wiesen und Weiden eigentlich – wo – was?

Mehr: Aktuelles_24 05 14